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Hochzeitsgedichte

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Einem Freund der Alpen

(Zur Vermählung.)

Noch seh' ich ihn, wie er in frühern Tagen
Mit all des Jünglings edler Leidenschaft,
Und wie von himmlischer Gewalt getragen,
Des Thales Niederungen sich entrafft.

Als gält's, der Blumen schönste zu erringen,
Stieg er hinauf, kein Pfad war steil genug,
Bis er, hoch über aller Glocken Klingen,
Vom höchsten Fels geschaut des Adlers Flug.

Und Blumen, edle sind ihm zugefallen,
Jochprimeln, Alpenrosen, Edelweiß;
Doch sieht er's ein: die lieblichste von Allen,
Sie blüht im Thal und nicht beim Gletschereis.

Ein Röschen, dem im ganzen Bergeslande
An Schönheit und an Duft kein and'res gleich,
Es schlug sein stürmisch Herz in süße Bande
Und macht ihn nun für's ganze Leben reich.

Beruhigt ist sein wildes Jugendstreben,
Schon sieht er blaß der Alpenrosen Schein,
Und von der Liebe stillem Glück umgeben
Zieht er in seinen Himmel ein.

Balthasar Hunold



Der scheidenden Braut

Von ihren Schwestern gewidmet.

Dein Herzenswunsch, der Allmacht weises Lenken
Vereinen sich zu deinem schönsten Tag!
Nimm Alles hin zum süßen Angedenken,
Was treue Schwesternliebe nur vermag.

Heil diesem Tag! der dich für's ganze Leben
An des geliebten Mannes Seite rief,
Entringt sich auch der Brust mit leisem Beben
Ein Wort der Wehmuth, so unendlich tief!

Wir wissen, daß die Liebe nie veraltet,
Mag sie auch ziehen über Land und Meer!
Und doch dies Haus, wo freundlich du gewaltet,
Wird uns noch lang erscheinen trüb und leer.

Wo wir der Kindheit stilles Glück genossen,
Geleitet an der liebsten Mutter Hand,
Die uns des Lebens Paradies erschlossen
Und selig war, wenn sie uns glücklich fand.

Auch sie wird allzuschmerzlich dich entbehren
Und oft nach Osten wenden ihren Blick,
Im Aug' der Sehnsucht still verborg'ne Zähren,
Die doch nicht wandeln können das Geschick.

Sie weiß, wie viel das Schicksal ihr entrissen,
Daß sie nun leben muß von dir getrennt;
Doch glücklich ist sie, glücklich dich zu wissen,
Weil Mutterliebe keine Grenzen kennt.

Nimm unsern Schwur, zu deiner Mutter Segen!
Die du so hoch geliebt und treu verehrt:
Wir wollen sie mit gleicher Liebe pflegen,
Daß sie das Liebste nicht zu hart entbehrt.

Dies sei dir süßer Trost in allen Stunden,
In harter Prüfung und im höchsten Glück,
Ein Balsam in des Heimweh's stille Wunden
So oft du denkst an's Elternhaus zurück.

Leb wohl! Des liebsten Mannes Herzensgüte
Sie bürgt uns, daß die Rose, die so zart
In unserm Garten still und hold erblühte,
In jeder Zone ihren Duft bewahrt.

Balthasar Hunold



Zur Vermählung des Amtmanns Kintzinger

29. August 1816.

Blümlein von der Gottesaue
Ist so fröhlich aufgeblüht,
Gleich der Ros' im Morgentaue
An Gestalt und an Gemüt.
Kommt ein fremder Mann geschritten:
"Blümlein von der Gottesau,"
Spricht er, "komm zu meinen Hütten,
Daß ich früh und spät dich schau;
Gärtner will ich sein und pflegen
Deiner Schönheit holde Zier,
Schenke deinen Duft und Segen,
Liebesfreuden schenke mir!
Leben bricht von allen Enden,
Blüten brechen schnell heraus,
Und wir tragen und wir senden
Sie den Eltern in das Haus,
Daß sie wachsen und gedeihen
Gleich der süßen jungen Frau,
Hier im stillen, hier im Freien
Auf der grünen Gottesau!"

Max Schenkendorf



Mit dem Brautschleier

O glaube nicht, daß diese Feier
Beende auch des Lebens Mai:
Nein, mit dem Gürtel und dem Schleier
Reißt nur ein eitler Wahn entzwei.
Doch wo nicht Wahn, wo echtes Minnen
Die Herzen aneinander band,
Da weben heil'ge Spinnerinnen
Den Einschlag in des Schleiers Rand.
Die Nornen weben unvergänglich
Als einen Zauberschleier ihn,
So nimm ihn hin: dann überschwenglich
Ist Segen dir mit ihm verlieh'n.

Felix Dahn
Einer Braut

Es zog der Lenz, der süße Lenz der Liebe
Mit Glockenläuten heimlich bei dir ein.
Nun lernst der Blumen Flüstern du verstehen,
Prophetisch lächelt dir der Sonne Schein.

O laß das Glück, das leuchtend dich umzittert,
Nie wieder in die Nacht des Nichts entfliehn!
In deine Hand hat es ein Gott gegeben,
O halt es fest und laß es nimmer ziehn!

Gib weisen Zartsinn du in reicher Fülle,
Die Liebe zahlt ihn dir so gern zurück!
An Reinheit, Treue lehr' den Liebsten glauben,
Vergiß dich selbst im Ringen um sein Glück!

Es soll die Liebe deinen Blick erhellen,
Daß er des Freundes Lust und Kummer schaut;
Es soll dein Herz ihm seine Heimat werden,
Wo er beglückt das Schloß der Zukunft baut.

Nie laß Enttäuschung seine Brust durchwühlen;
O werd' ein Weib, ein Weib wie Perlen echt!
Und kämpfe mutig an des Gatten Seite
Für alles Schöne, für der Wahrheit Recht,

Wenn süße Kinder an dein Herz sich schmiegen,
Dann halt' sie selbstlos, fromm an dich gepreßt;
O werde Mutter, Mutter, keine Dame,
Die fremder Hand ihr Kleinod überläßt!

Und freut ihr glückberauscht euch selger Tage,
O dann vergeßt des tiefen Elends nicht,
Das mitleidlos der Nächsten Pfad verdüstert,
Erleuchtet ihn mit des Erbarmens Licht!

Doch wenn der Himmel sich für euch verdunkelt,
Und euer Auge rings nur Nebel schaut,
Dann steh als Freundin an des Mannes Seite,
Als starkes Weib, das seiner Kraft vertraut!

Das, Hohepriesterin, das sei dein Streben!
O präg dies Wort in deine Seele ein:
Ich will voll Milde, will den Kindern Mutter,
Ich will dem Gatten Weib und Freundin sein!

Marie Dübeli



Zur Hochzeit der Tochter

des Oberpräsidenten der Provinz (Ost-) Preußen, Herrn von Horn.

Freut euch, ihr Freunde! Die prangende Halle,
Kränze durchflochten, verkündet ein Fest:
Füllet das Haus noch mit jubelndem Schalle,
Eh' es die bräutliche Tochter verläßt!
Klinget mir schön, ihr entfesselten Weisen:
Liebliches sollt ihr auch lieblich nun preisen!
Lobt nun den Vater, dem nimmer das Alter
Löschte das jugendlich schöne Gefühl:
Nördlichster deutscher Gebiete Verwalter
Ward ihm die Seele nicht nordisch und kühl.
Haben sie Ost- und West-Preußen gespalten: -
Heil uns! wir haben den Alten behalten.
Aber die Mutter, ihr stolzen Daktylen,
Lobt mir mit stolzer beflügeltem Schwung!
Wie sie die Wellen der Anmut umspülen!
Nie sah ich Schwiegermütter so jung.
Einst an der Spitze der schwarzen Husaren
Brauste durch Frankreich der Bräutigam:
Heute statt schmetternder Reiterfanfaren
Tönen die Flöten so wundersam:
Hoch denn die Eltern, die würdigen Wirte,
Hoch unser Brautpaar in Lorbeer und Myrte!


Felix Dahn



Mit dem Myrtenkranze

I.

Wohl ist das Laub der Myrte immergrün,
Doch welkten ach! schon viele Hochzeitkränze:
Denn wenn die Ideale welk verblüh'n,
Dann welken auch der jungen Liebe Lenze.
Du wirst stets quellfrisch diesen Kranz besprühn,
Daß er auf immer schön wie heut' erglänze,
Und fragst du, wo der Wunderquell sich hehle?
In deiner eignen jungfräulichen Seele.

II.

Laß dir den Kranz nun, den schimmernden, reichen,
Welchem kein anderer Schmuck zu vergleichen: -
Myrte, sie blüht nur den einzigen Tag:
Aber es wandeln die Lieb' und die Treue
Welkende Blüten in Silber aufs neue,
Welche kein Herbst zu verflücht'gen vermag:
Laß dir nun wünschen, du mögest befahren
Ähnliches Glück in den wechselnden Jahren,
Wie es den Eltern kein Wechsel geraubt:
Wann sie dann feiern in silbernen Haaren
Goldene Hochzeit, - dann schling' ich den klaren,
Silbernen Kranz dir ums glückliche Haupt.

Felix Dahn




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